Am 25.11.2022 findet unsere Konferenz rund ums Thema Wasserknappheit, Ressourcenkonflikte und regionale Auswirkungen statt.
Die Auswirkungen des Klimawandels treten weltweit immer deutlicher zutage – nicht zuletzt auch in Form von Wasserknappheit und Ressourcenverknappung. Der Klimawandel und die globale Umweltzerstörung mit seinen sozioökonomischen Folgen sind weltweit wichtige Faktoren/Antreiber globaler Migrationsströme. Für die tiefgreifenden Veränderungen des Weltklimas sind vor allem Industrienationen wie Deutschland sowie die Schwellenländer mit ihrem Ressourcenverbrauch verantwortlich, wie der Weltklimarat (IPCC) mit dem zweiten Teil des sechsten Sachstandsberichts am 28. Februar 2022 aufzeigte. Die Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung konstatierte 2021: „In Zukunft dürften auch jene Teile der Menschheit im globalen Norden, die am meisten zu den Emissionen beigetragen haben und am besten geschützt sind, von den Folgen der beschleunigten Erwärmung nicht verschont bleiben, ob nun direkt durch Hitzewellen, Megafluten und Infektionskrankheiten oder indirekt durch klima-induzierte Wirtschaftskrisen, Gewaltkonflikte und Flüchtlingsbewegungen“ (S.48).
Mit unserer Veranstaltungsreihe in Mecklenburg-Vorpommern zum Thema Klimaflucht, die mit einer Auftaktkonferenz im Schweriner Landtag im August begann, schlagen wir eine Brücke zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden. In Stralsund wollen wir hierzu beleuchten, wie sich der Klimawandel auf das kostbare Gut Wasser auswirkt. Herr Prof. Dr. Scheffran, Leiter der Forschungsgruppe „Klimawandel und Sicherheit“ am Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg wird über Ressourcenkonflikte um Wasser informieren, die durch den Klimawandel ausgelöst oder verstärkt werden. Die Wechselwirkungen zwischen menschlicher Mobilität und Klimawandel wird Herr Dr. Schraven skizzieren und die daraus resultierenden Herausforderungen diskutieren, um den alarmistischen Befürchtungen einer großen Welle von Klimaflüchtenden entgegen zu treten. Die Gefahr einer notwendigen Klimaflucht besteht auch für die Küstenbewohnenden in Mecklenburg-Vorpommern,da sich der Klimawandel auch auf die ostdeutschen Küsten auswirkt und dort zukünftig die Menschen gefährdet. Im letzten Vortrag werden Judith Schäfer und Mariana Moreno-Kuhnke ihre Expertise aus der Arbeitsgemeinschaft Wasser am IKEM − Institut für Küstenschutz, Energie und Mobilität e.V. bezüglich des Küstenschutzes in Zeiten des Klimawandels mit uns teilen. Im Zentrum des Beitrags, der als Einführung für einen anschließenden Workshop dient, stehen Anpassungsstrategien zum Schutz der Küstengebiete in Mecklenburg-Vorpommern vor den Auswirkungen des Klimawandels. Dabei werden die Kernpunkte der Deutschen Anpassungsstrategie und der Küstenschutzstrategie des Landes Mecklenburg- Vorpommern vorgestellt, rechtliche Lücken und Hemmnisse sowie Partizipationsmöglichkeiten der Bevölkerung aufgezeigt. Im Anschluss bildet ein Workshop den Konferenzabschluss, in dem konkrete Ideen für regionale Lösungsansätze für den Küstenschutz im Mecklenburg-Vorpommern entwickelt werden.
Ablauf
12:30 – 13:00 Uhr: Einlass
13:00 – 13:20 Uhr: Grußworte der Integrationsbeauftragten des Landes Jana Michael, der Migrationsbeauftragten der Hansestadt Stralsund Frau Schmuck, Tutmonde e.V., der Geschäftsführenden des Flüchtlingsrats Mecklenburg-Vorpommern Frau Seemann-Katz
13:20 – 14:00 Uhr: Aktuelle Ressourcenkonflikte um Wasser − Prof. Dr. Jürgen Scheffran, Universität Hamburg
14:00 – 14:40 Uhr: Klimabedingte Migration als globale Herausforderung − Dr. Benjamin Schraven, assoziierter Wissenschaftler beim German Institute of Development and Sustainability, Bonn
14:40 – 15:00 Uhr: Pause mit Getränken/Häppchen
15:00 – 15:30 Uhr: Küstenschutz in Zeiten des Klimawandels – Anpassungsmaßnahmen, Rechtsschutzinstrumente und deren Lücken – Mariana Moreno-Kuhnke und Judith Schäfer vom IKEM − Institut für Küstenschutz, Energie und Mobilität e.V., Berlin
15:30 – 16:00 Uhr: Workshop regionale Lösungsansätze, Frau Moreno-Kuhnke und Judith Schäfer vom IKEM − Institut für Küstenschutz, Energie und Mobilität e.V., Berlin
16:00 – 16:30 Uhr: gemütlicher Ausklang bei Getränken/Häppchen
Veranstaltet wird die Konferenz von Tutmonde e.V. in Kooperation mit Engagement Global und dem Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern, in Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten der Landesregierung und der Migrationsbeauftragten der Hansestadt Stralsund.
Anmeldung bis 23.11.22 um 12:00 Uhr über https://www.engagement-global.de/veranstaltung-detail/kostbares-gut-wasser-ressourcenkonflikte-weltweit-migration-in-zeiten-des-klimawandels-und-regionale-auswirkungen-5364.html
Erst mit dem Erhalt der Bestätigungsmail sind Sie verbindlich angemeldet. Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie in der Bestätigungsmail.
Die Teilnahme ist kostenfrei und für Verpflegung ist gesorgt. Bei Bedarf können Fahrtkosten durch Engagement Global erstattet werden. Bitte wenden Sie sich hierfür vor der Veranstaltung an aussenstelle.hamburg@engagement-global.de für die Details. Weitere Fragen stellen Sie bitte Frau Lotter unter tutmonde@sdgs-mv.de oder Bianca Percic unter bianca.percic@engagement-global.de.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen, die während der Veranstaltung oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, abwertende oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind und/ oder Aussagen verbreitet haben.
Bitte teilen Sie die Einladung gern in Ihren Netzwerken, vielen Dank dafür!
Mit besten Grüßen im Namen der Veranstaltenden und Partnerinnen